Vogelfütterung im Winter, Teil 2

Was Vogelherzen höher schlagen lässt

Futterstation für alle Eventualitäten vorbereitet

Futterstation, wartend auf alle Vögel dieser Welt.

Wenn die Vögel das eine Vogelfutter also nicht wollten, besser: verschmähten, musste wohl etwas anderes her. Jetzt hatte ich bei meinen ersten Fütterungsversuchen meiner Meinung nach alles so schön in immer wieder neuen, immer abgefahreneren Varianten hergerichtet – Futterspender, Landestangen und Wasserschälchen platziert – und nun fehlte es an Kundschaft!

Vogelfutter, Apfel, Meisenknödel, Landebahnen.

Alternative Fressstation mit Landebahnen.

 

Mit anderen Worten:

Es bedurfte eines Strategiewechsels!  

Ich brauchte den sprichwörtlichen Plan B. Das Futter war offenbar nicht richtig.

Viel Vogelfutter, wenig Vögel.

Vogelfutterstation erstrahlt im Lichte der Mittagssonne.

Zwar kann der Super-Profi das Futter auch selbst mixen – aber soweit bin ich (noch) nicht, weil mir dazu schlichtweg die Zeit fehlt. Hm…?

Kommt ein Vogelfutter geflogen

Im modernen Internet-Zeitalter kaufe ich (natürlich) mittlerweile vieles online ein. Warum also nicht auch Vogelfutter? Nach einiger Recherche hatte ich auch einen vielversprechenden Anbieter gefunden, der seine Produkte mit den Worten pries:

„Früchte und getrocknete Insekten sorgen dafür, dass an Ihrer Futterstelle der Teufel los ist ….“

Massenhaft Spatzen schlagen sich den Bauch voll.

Definitiv: Nicht zu viel versprochen.

Nun bin ich die Letzte, die wohlfeiler Werbung glaubt – doch in diesem Fall wollte ich der Firma eine Chance geben…

Uuups, da hatte ich was angerichtet.

Denn tatsächlich: Der Teufel war los.

 

Heerscharen erobern das Schlachtfeld

Das Futter schlug ein wie eine Bombe. Die Tiere fielen auf meinem Balkon ein und über die Körner her. 30-40 Vögel, vornehmlich Spatzen, zankten sich um die besten Sitzplätze, schupsten einander vom Rand des Futternapfes, hüpften um den Tisch herum, saßen auf meinen Pflanzen, genossen sichtlich das Angebot. Und das alles auf einmal. Und ich? Ich war happy!

 Top  3 Vogelfütterung im Winter
     1 Sauberkeit
     2 Futterauswahl
     3 Dauer

Von wegen Winterblues – Winterfeeling!

Somit ist die Winterfütterung fester Bestandteil meines Programms geworden. Wohlfühlfaktor inklusive! Mitte Oktober schritt ich wieder zur Tat: Wegweiser setzen! Ein bisschen Futter vom vergangenen Jahr war noch übrig geblieben – dies selbstredend sauber verschlossen und trocken gelagert, damit es keinen Schimmel ansetzt –, sodass ich damit zunächst an den Start ging.

Kleine Blaumeise am Futternapf.

Frühe Meise …

 

Nur 5 Minuten

Spatzen-Manne

„Puh, bei dem janzen Jelaber von Futta krieg ick langsam Hunga.“

Ich hatte mich noch nicht ganz umgedreht, als sich die erste aufmerksame Blaumeise blicken ließ und sich dem Fressen widmete.

Wahnsinn!

So schnell ging das noch nie, freute ich mich und wusste, in diesem Winter bleibe ich wieder nicht allein.

 

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