Exot aus Down Under

Kommt ein Vogel geflogen

Denk ich an Toni, denk ich zwangsläufig an dieses alte Kinderlied. Denn Zebrafink Toni kam zu uns, wie es sich für einen Vogel gehört: Er ging nicht über die Ladentheke, sondern flog uns zu. Toni, der aus meiner Sicht schärfste aller Zebrafinken, normalerweise beheimatet in Down-Under, Australien. Eines Tages, es war im Sommer, war er plötzlich da und saß bei uns im norddeutschen Kirschbaum

Ob ent- oder zugeflogen: am Ende sitzen die Vögel doch alle auf demselben Baum.

Wer in diesem Kirschbaum sucht, wird fündig.

– und wurde, zu seinem Pech oder Glück (je nach Betrachtung) dort von meinem Vater gesehen.

Aus dem Fischernetz ohne Umweg in den Vogelkäfig

Aufgrund meiner Affinität zu Fischen und deren Fang, besaßen wir, als Bachanrainer, natürlich Kescher.

Statt eines Fisches ging ein Vogel ins Netz.

Ein Kescher wurde Toni im wahrsten Sinne des Wortes zum „Verhängnis“.

Einen von ihnen holte mein Vater aus der Garage und verfolgte damit Toni, der sich selbstredend zunächst nicht fangen lassen wollte. Aber dann, nach einigen Fehlversuchen, die meinen Vater bis auf die Straße und fast in den Wahnsinn getrieben hatten, ging Toni ins sprichwörtliche Netz.

 

 

Alter Käfig, reaktiviert für Zebrafink Toni

Ich holte den alten (aber noch immer guten) Käfig von Hansi aus dem Keller, besorgte aus der Zoohandlung Vogelsand und Futter und bot „Toni“, wie ich den kleinen Exoten nannte, ab sofort eine neue Unterkunft. Und ich liebte Toni auf den ersten Blick! Wen wundert´s, so hübsch, wie er aussah. Darüber hinaus war er lebhaft, unternehmungslustig, freundlich, witzig und steter Quell neuer Überraschungen.

Cooles Outfit, lieber Zebrafink aus Down Under!

Toni über alles!

Exot aus Down Under

Woher Toni kam, wissen wir bis heute nicht. Vermutlich war er irgendwo entflogen (entflohen?) und landete deshalb bei uns. Er wurde bei uns steinalt (ca. 12-14 Jahre) und wir beide waren, denke ich, ein gutes Team. Vermutlich hätte er in Freiheit nicht lange überlebt, weil er die kalten Temperaturen im Herbst/Winter nicht ausgehalten hätte.

Toni, der „Warmduscher“

Laut Vogelforum sollten Zebras keinen Temperaturen unterhalb von 15 Grad ausgesetzt werden. Das wäre Tierquälerei. Liegt letztlich auch auf der Hand, sind sie doch ursprünglich in Australien beheimatet. Für Toni bedeutete sein Fang demnach vermutlich sein Überleben.

Spatzen-Manne

„Ick lach mir scheckig! ‚Warmduscher‘ – na bessa hätt ick ditte och nicht sajen können.“

Und für mich bedeutete das, den besten Freund bekommen zu haben!

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